Außerkörperliche Erfahrungen (AKE)

Wie ratsam ist es, Fachliteratur zum Thema Außerkörperliche Erfahrungen (AKE) zu "studieren", bevor man einen Workshop besucht und/oder seine eigenen Übungen beginnt?

 

 

Außerkörperliche Erfahrungen (AKE)

 

können ganz spontan geschehen oder aber auch mit einer bestimmten Absicht und dem nötigen Training bewusst eingeleitet werden. Jeder Mensch erlebt AKEs auf eine ganz individuelle Art und Weise. Einer der Gründe dafür ist die unterschiedliche Ausprägung der Wahrnehmungskanäle eines jeden Menschen.

Immer wieder werde ich von Teilnehmern meiner Workshops gefragt, warum ihre Erlebnisse nicht denen genau gleich sind, die in Büchern verschiedener Experten beschrieben werden. Die Antwort darauf ist vielschichtig:

Zunächst einmal ist es für einen Autor nicht leicht, übersinnliche Erfahrungen in unser begrenztes irdisches Vokabular zu übersetzen, um sie für seine Leser verständlich zu beschreiben. Wechseln wir von unserer physischen Perspektive in eine nicht-physische Perspektive, erleben wir Dinge, die für einen geschriebenen Text mitunter simplifiziert werden müssen, damit sie in der physischen Realität begreifbar sind.

Aber auch der Leser selbst trägt zu einer Verzerrung dokumentierter Geschehnisse bei, indem er die Berichte für sich interpretiert, stets basierend auf seinem persönlichen Erfahrungsschatz. Bei der Interpretation, die im Regelfall automatisch von Statten geht, entstehen im Gehirn des Lesers phantasievolle Bilder, die sehr schnell für eine gesteigerte Erwartungshaltung beim Üben von AKEs sorgen.

 

Ich bin prinzipiell ein großer Freund von Fachliteratur und Erfahrungsberichten zum Thema AKE, aber ich weiß auch um die Herausforderungen, die der Konsum solcher Bücher mit sich bringt. Ist die Erwartungshaltung zu groß, wird sie zu einem Stolperstein und kann einer erfolgreichen AKE durchaus im Weg stehen.

Aus diesem Grund empfehle ich allen, die ernsthaft an einer AKE interessiert sind: Legt die Bücher beiseite, vergesst am Besten alles, was ihr gelesen habt und legt los. Macht euch ein eigenes Bild von den nicht-physischen Dimensionen. Versucht auf gar keinen Fall, die Erfahrungen anderer Pioniere zu duplizieren!