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Außerkörperliche Erfahrungen und Trance

Obwohl ich sehr offen für neue Erfahrungen und Ideen bin, gab es einen Bereich der Grenzwissenschaften, zu dem ich viele Jahre nicht in Resonanz stand: Trance Channeling.

 

Der Hauptgrund dafür war zweifellos ein Mangel an direkter Erfahrung in diesem Bereich. Zwar bin ich durch meine Arbeit mit der Monroe Methode sehr vertraut mit Bewusstseinszuständen jenseits des normalen Wachbewusstseins, aber Trance Channeling hatte für mich stets einen seltsamen Beigeschmack. Nicht zuletzt, weil in der Vergangenheit einige unseriöse Trance Mediums über den Weg gelaufen sind und ich dadurch gewisse Vorurteile gegenüber dieser Art von medialer Fähigkeit entwickelt hatte.

 

Durch einen guten Freund und Trainerkollegen traf ich 2011 auf Kurt Leland, der leider längst nicht so bekannt ist wie Robert Monroe, aber mindestens ebenso erfahren auf dem Gebiet der außerkörperlichen Erfahrungen. Neben seinen unzähligen Astralreisen, die Kurt ähnlich wie Robert Monroe akribisch dokumentiert hat, stellt sich Kurt als Channel für eine Wesenheit namens Charles zur Verfügung.

 

Es kostete mich einige Überwindung und viel Überredungskunst von meinem Freund Scott, an einer Channeling Session mit Kurt Leland teilzunehmen. Die Sitzung war nicht nur hochspannend, sie wurde für mich sogar zu einer lebensverändernde Erfahrung.

Die Informationen, die “Charles” über mich, mein Leben und meine persönliche Entwicklung preisgab, waren derart überzeugend und akkurat, dass meinem inneren Zweifler keine andere Wahl blieb, als zu verstummen. 

 

In den darauffolgenden Jahren sah ich allerdings keinen weiteren Anlass, mich mit dem Thema Trance Channeling auseinanderzusetzen. Bis ich im vergangenen Monat spontan - ausgelöst durch eine Kette von “Zufällen” - bei einer Trance Mediumship Woche am Arthur Findlay College im englischen Stansted landete.

 

Heute weiß ich natürlich, dass es sich nicht um einen einfachen Zufall bei diesem Besuch handelte, sondern mein Team von Geisthelfern bei der Organisation gleich mehrere Weichen gestellt hat. Die Erfahrungen, die ich in dieser Woche machen durfte, haben nicht nur meinen Horizont enorm erweitert, sie haben mich auch dazu inspiriert, einen neunen Workshop zu konzipieren.

 

Mir ist während meiner Zeit am Arthur Findlay College noch einmal deutlich geworden, dass die Zusammenarbeit mit unseren Geisthelfern ein ganz wichtiger Aspekt - wenn nicht der wichtigste Aspekt überhaupt - in der Erkundung nicht-physischer Phänomene und Realitäten ist.

Aber auch für unseren Alltag in der physischen Ebene hat die Kommunikation mit unseren nicht-physischen Helfen eine wichtige Bedeutung. 

Für mich ist diese Zusammenarbeit im Laufe der Jahre zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Für viele unserer Workshop-Teilnehmer, ist diese Voraussetzung nicht unbedingt gegeben oder zumindest ausbaufähig.

 

Da ich überzeugt bin, dass eine stabile und bewusste Anbindung an die geistige Welt unsere Erfahrungen enorm bereichern und amplifizieren kann, wird es 2020 ein neues Programm geben, in dem die Beziehung und Kommunikation mit denen, die uns unterstützen, im Mittelpunkt stehen.

Wie in allen unseren Workshops, wird die Hemi-Sync® Technologie dabei natürlich zum Einsatz kommen. Allerdings werden auch Prozesse eingeleitet, die unseren Geist dahingegen fordern, einen Zustand des erweiterten Bewusstseins auch ohne Hilfestellung zu erreichen und zu halten.

 

Am Arthur Findlay College habe ich einmal mehr erfahren, wie hilfreich die Nutzung von Hemi-Sync® Aufnahmen in der Vorbereitung auf Trance Zustände sein kann. Während es die anderen “Trance Anfänger” in unserer Gruppe als große Herausforderung sahen, einen stabilen Trance-Zustand einzunehmen und zu halten, war ich dank meiner Erfahrung ganz klar im Vorteil.

 

Bei Hemi-Sync® handelt es sich um eine Brain Entrainment Methode, also einem Gehirntraining. Die Fähigkeit, Zustände des veränderten oder erweiterten Bewusstseins einzunehmen und voneinander differenzieren zu können, habe ich bei der Trance-Arbeit als enorm hilfreich empfunden. Ebenso, wie die “Standleitung” zu meinem Team in der geistigen Welt.

 

Wie steht eine Trance in Zusammenhang mit außerkörperlichen Erfahrungen?

AKE passieren entweder spontan oder über gezielte Übungen, die einer entsprechenden klaren Absicht folgen. Grundvoraussetzung für letztere Variante ist ein tiefes Vertrauen in den Prozess.

Unbewusste Ängste stehen beim Üben von AKE oft im Weg und wollen erst einmal wahrgenommen und anschließend aufgelöst werden. Die Wurzeln dieser Ängste liegen meist in einem Mangel an Vertrauen.

 

Wenn ich einen Bungie Jump mache, muss ich auf die Stabilität des Seils vertrauen, welchen meinen Sprung abfängt. Wenn ich eine AKE anstrebe, muss ich darauf vertrauen, dass ich dort, wo ich hinreise, gut aufgehoben bin und am Ende heil wieder zurück komme.

Beim Bungie Jump kann ich das Seil und die Plattform für den Absprung vorher inspizieren. Beim Üben von AKE habe ich die Möglichkeit nicht. Ich muss den Sprung ins Ungewisse wagen.

 

Insbesondere beim Trance-Speaking, also beim verbalen Channeling einer Wesenheit, ist Vertrauen in den Prozess das A und O. Kann und will ich zur Seite treten und jemanden durch mich sprechen lassen? Was, wenn der- oder diejenige nicht wieder gehen wollen oder etwas von sich geben, dass mir vielleicht nicht angenehm ist? 

 

Es fiel mir bei den Übungen am Arthur Findlay College auf Anhieb erstaunlich leicht, einen Trance Zustand zu einzunehmen. Aber die Vorstellung, “zur Seite zu treten” und jemand anderen durch mich sprechen zu lassen, war mir zunächst überhaupt nicht geheuer.

Bis mir von meiner Lehrerin verdeutlicht wurde, dass ich da niemand “Fremden” reinlassen muss, sondern die Einladung durchaus auf mein eigenes Team von Geisthelfern beschränken kann.

Da ich einen sehr guten Bezug zu diesem Team habe, konnte ich mich dem Prozess komplett und mit vollstem Vertrauen hingeben. Und dank dieses Vertrauens fühlte ich mich umgehend von meinem Team unterstützt, geborgen und getragen.

 

So habe ich gelernt, meinem Team eine neue Möglichkeit des Ausdrucks zu verleihen. Und ich habe erlebt, wie es sich anfühlt, “zur Seite zu treten” und als Beobachter von außen mitzuerleben, was mit meinem physischen Körper geschieht, wenn ich die Energie meiner nicht-physischen Freunde einlade, diesen als Mittel zur Kommunikation zu nutzen.

 

Für mich war das “zur Seite treten” eine besondere Art der außerkörperlichen Erfahrung, die ich in dieser Form zuvor noch nicht nicht erlebt hatte. Zu erfahren, wie sich meine Energie und die meines Teams vereinen, war sehr spannend. Wie ich feststellen durfte, ist mein Bewusstsein beim Trance Speaking definitiv nicht im physischen Körper verankert und doch so nah dabei, dass ich jedes gesprochene Wort wahrnehmen kann.

Interessanterweise werden die Informationen allerdings nicht in meiner Erinnerung abgespeichert. Ich höre und erlebe zwar bewusst, kann mich aber am Ende der Sitzung nicht an einzelne Informationen erinnern.

 

Trance-Arbeit kann auf dem Weg zu außerkörperlichen Erfahrungen also auch ein interessanter Übungsmodus sein.

 

Zum einen lerne ich, bewusst zu vertrauen und zum anderen erlebe ich, was es bedeutet, "neben sich zu stehen" und still zu beobachten.

 

Ich freue mich auf eure Anregungen, Inspirationen und Gedanken zu diesem Thema.

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Kommentare: 4
  • #1

    Esther Weltmaier (Dienstag, 30 Juli 2019 21:07)

    Uhhhhhh... Interessant!!!!

  • #2

    Dimitri Wagner (Donnerstag, 01 August 2019 08:51)

    Hallo Oliver, vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung. Es klingt sehr spannend und ist genau das wonach ich strebe. Ich hoffe, es werden auch Workshops in diese Richtung bei Dir geben ;o)
    Bis bald beim Healing Workshop ;o)
    Dimitri

  • #3

    Birte Peters (Mittwoch, 14 August 2019 09:00)

    Lieber Oliver,

    das klingt sehr spannend. Dazu möchte ich auch gern mehr hören :-)

  • #4

    Michael (Donnerstag, 22 August 2019 09:09)

    Hallo Oliver,

    schön wie du deine Erfahrungen hierzu beschreibst.. einen Workshop hierzu fände ich auch sehr interessant.. LG