Soul Retrieval - Seelenrückführung

Ich bin vor einigen Tagen vom Monroe Institute in Virginia zurückgekehrt, wo ich eine Woche mit meinem Kollegen Scott Taylor verbringen durfte. Bereits seit Jahrzehnten beschäftigt sich Scott mit dem Thema Near Death Experiences (NDE), also Nahtoderfahrungen, sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus spiritueller Sicht. NDE Intensive ist ein sechstägiger Workshop, in dem Bewusstseinsebenen erkundet werden, die Menschen während einer Nahtoderfahrung durchlaufen, bzw. erleben.

Scott gab uns die Möglichkeit, unsere Ängste um das Thema Tod und Sterben näher zu betrachten. Das Ziel: ohne Angst in ein bewussteres und erfülltes Leben zurückzukehren, mit dem Wissen, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern lediglich eine Transformation vom physischen in den nicht-physischen Zustand. Es war eine der spannendsten Wochen, die ich bisher am Monroe Institute verbracht habe.

 

Kommunikation in anderen Bewusstseinsebenen findet auf eine Art und Weise statt, die sich sehr von den Unterhaltungen unterscheidet, die wir im täglichen Leben führen.  Sie ist komplexer, subtiler und nicht verbal, sondern telepathisch. Außerkörperliche oder auch nicht-physiche Erfahrungen in Worte zu fassen, fällt mir aus diesem Grund oft schwer, da unser physisches Vokabular sehr begrenzt ist und manchen Erfahrungen einfach nicht gerecht werden kann. 

 

Trotzdem würde ich gern ein aktuelles Erlebnis mit euch teilen, dass mich persönlich sehr berührt hat und sich ganz spontan während einer Hemi-Sync® Übung am Monroe Institute ergab. Eigentlich lautete der "Auftrag", den Tunnel zu erkunden, von dem so viele Menschen nach einer Nahtoderfahrung berichten. Doch wie so oft im Leben, haben andere Dinge manchmal Priorität.

Folgend ist ein Auszug aus meinem persönlichen Monroe-Tagebuch: (aus Pietätsgründen verzichte ich auf die Nennung der genauen Daten, die ich erhalten habe)

 

Kaum habe ich die Schwingungseinstimmung beendet und im Geist meine Affirmation gesprochen, werde ich mit einem Ruck an einen mir fremden Ort katapultiert. Wie bei jeder Übung versuche ich möglichst viele Details in meiner Umgebung wahrzunehmen und mir einzuprägen. Schnell wird mir bewusst, dass ich mich an einer Landstraße befinde, die mit Gras und Bäumen gesäumt ist. Schräg vor mir liegt das Wrack eines PKWs. Neben dem Wagen nehme ich die Gestalt eines etwa 10-12 jährigen Jungen wahr. Ein nebliger Lichtkegel umgibt die Gestalt. Ich bewege mich auf den Jungen zu und weiß intuitiv: er hat diesen Unfall nicht überlebt.

"Wie ist dein Name?" frage ich ihn. "Josh", ist seine Antwort. Um sicher zu sein, dass ich ihn richtig verstanden habe, wiederhole ich die Frage. Diesmal antwortet er mit: "Joshua!" Ich versuche einen Blick in das Autowrack zu werfen. Obwohl ich niemanden sehe "weiß" ich, es sind noch mindestens zwei oder drei andere Menschen in den Unfall verwickelt. Vor meinem geistigen Auge formen sich fünf Buchstaben zu einem Nachnamen zusammen. Ich setzte mir einen Anker, um mich später im Wachbewusstsein an den vollen Namen erinnern zu können.

 

Dann ändert sich das Bild. Wie in einer Art Playback erlebe ich den kompletten Unfallhergang nun aus der Zuschauerperspektive mit: Ein Großfahrzeug kommt ins Schleudern, stellt sich quer. Das Auto, in dem Joshua als Passagier sitzt, rast auf den LKW zu, knallt dagegen, überschlägt sich und landet auf dem Dach am Straßenrand.

 

Trotz der dramatischen Bilder versuche ich ruhig zu bleiben und wende mich erneut dem Jungen zu. Er wirkt starr, steht unter Schock. Welches Jahr wir schreiben, will ich von ihm wissen. Auch hier ist die Antwort deutlich und erfolgt telepathisch. Ich lade Joshua ein, mir zu folgen. Als ich meine Hand nach ihm ausstrecke, gibt er mir zu verstehen, dass er nicht in der Lage ist zu laufen. Ich beschließe, den Jungen zu tragen. Kaum halte ich ihn auf meinem Arm, verändert sich die Umgebung und wir werden durch eine Art kosmischen Strudel gewirbelt. Als meine Wahrnehmung wieder deutlicher wird, erkenne ich um mich herum einen großen Jahrmarkt mit einem Riesenrad und verschiedenen Fressbuden rechts und links.

Aus der Ferne höre ich Scott Taylors Stimme: "Es ist Zeit, wieder zurückzukehren," fordert er mich auf. Ich setzte Joshua ab. Er macht nun einen entspannten Eindruck. Es bleibt kaum Zeit für einen Abschied, da mich die Hemi-Sync® Signale wieder ins Wachbewusstsein transportieren. 

 

Ich greife nach meinem Handy. In die Suchmaschine des Browsers gebe ich Joshua, seinen Nachnamen und die Jahreszahl ein. Wenige Sekunden später lese ich in einem Nachrichtenartikel über einen Autounfall in Texas, bei dem Joshua zusammen mit seinem Bruder und seinem Stiefvater ums Leben gekommen war. Name und Jahr stimmen zu 100% überein. Auch der Ablauf des Unfalls ist identisch mit dem, was ich beobachten konnte.

 

Einige Tage später: Ich bin wieder zu Hause in Los Angeles. Der Gedanke an Joshua lässt mich nicht los und ich beschließe, noch einmal nach dem Jungen "zu sehen". Es dauert nur wenige Minuten bis ich Joshua wahrnehmen kann. Glaskar ist das Bild vor meinem geistigen Auge. Er lächelt mir zu und winkt. Eine innere Stimme sagt: "Alles ist gut!"

 

Im Monroe Jargon würde man so eine Erfahrung Soul Retrieval nennen, was zu deutsch als Seelenrückführung bezeichnet werden könnte. Ein komplexes Thema - bekannt auch aus dem Schamanismus - auf das wir in unserem Workshops "Into The Light" explizit eingehen werden.

 

Verifizierbare Erfahrungen wie die hier beschriebene, sind in sofern wertvoll, da sie uns einen gehörigen Motivationsschub geben können, der manchmal notwendig ist, wenn Zweifel über die Authentizität unserer nicht-physischen Wahrnehmung aufkommen. Bilde ich mir das alles nur ein oder ist da wirklich was dran? Das ist eine der Fragen, die sich unsere Teilnehmer am häufigsten stellen.

 

In unserem  Workshop "Into the Light - Reise ins Licht" wird dieses Thema ausführlich behandelt-